Avodah Zarah 70

Kapitel 70

א כאן קודם חזרה כאן לאחר חזרה ומשנה לא זזה ממקומה
1 eines vor seinem Rücktritt und eines nach seinem Rücktritt; an der Mišna aber wurde nicht gerührt.
ב רב מלכיא משמיה דרב אדא בר אהבה אמר מפני שמחליקין פניה בשומן חזיר רב חסדא אמר מפני שמעמידין אותה בחומץ רב נחמן בר יצחק אמר מפני שמעמידין אותה בשרף הערלה
2 R. Malkija erklärte im Namen des R. Ada b. Ahaba: Weil sie die Oberfläche mit Schweinefett glätten. R. Ḥisda erklärte: Weil sie ihn durch Essig gerinnen lassen. R. Naḥman erklärte: Weil sie ihn durch Harz von Ungeweihtem gerinnen lassen.
ג כמאן כי האי תנא (דתניא) ר"א אומר המעמיד בשרף הערלה אסור מפני שהוא פירי
3 Also nach dem folgenden Autor, denn es wird gelehrt: R. Elie͑zer sagt, wenn man [Milch] durch Harz von Ungeweihtem gerinnen läßt, sei sie verboten, weil dieses als Frucht gilt, —
ד אפי' תימא ר' יהושע עד כאן לא פליג ר' יהושע עליה דר"א אלא בקטפא דגוזא אבל בקטפא דפירא מודי
4 Du kannst auch sagen, nach R. Jehošua͑, denn R. Jehošua͑ streitet gegen R. Elie͑zer nur über das Harz des Stammes, hinsichtlich des der Früchte aber pflichtet er ihm bei.
ה והיינו דתנן א"ר יהושע שמעתי בפירוש שהמעמיד בשרף העלין ובשרף העיקרין מותר בשרף הפגין אסור מפני שהוא פירי
5 Das ist es, was wir gelernt haben: R. Jehošua͑ sagte: Ich habe ausdrücklich gehört, daß, wenn man sie durch das Harz der Blätter oder durch das der Wurzeln gerinnen läßt, sie erlaubt, und wenn durch das der Früchte, sie verboten sei, weil dieses als Frucht gilt. —
ו בין לרב חסדא בין לרב נחמן בר יצחק תתסר בהנאה קשיא
6 Sowohl nach R. Ḥisda als auch nach R. Naḥman b. Jiçḥaq sollte er doch auch zur Nutznießung verboten sein!? — Das ist ein Einwand.
ז דרש רב נחמן בריה דרב חסדא מאי דכתיב (שיר השירים א, ג) לריח שמניך טובים למה ת"ח דומה לצלוחית של פלייטין מגולה ריחה נודף מכוסה אין ריחה נודף
7 R. Naḥman, Sohn des R. Ḥisda, trug vor: Es heißt: <i>der liebliche Geruch deiner Öle</i>. Der Schriftgelehrte gleicht einer Parfümflasche; ist sie offen, so duftet sie, ist sie geschlossen, so duftet sie nicht.
ח ולא עוד אלא דברים שמכוסין ממנו מתגלין לו שנאמר (שיר השירים א, ג) עלמות אהבוך קרי ביה עלומות ולא עוד אלא שמלאך המות אוהבו שנא' עלמות אהבוך קרי ביה על מות ולא עוד אלא שנוחל שני עולמות אחד העוה"ז ואחד העוה"ב שנא' עלמות קרי ביה עולמות:
8 Und noch mehr, Dinge, die ihm verborgen waren, öffnen sich ihm, denn es heißt: <i>a͑lamoth [Jungfrauen] lieben dich</i>, und man lese <i>a͑lumoth</i> [verborgene Dinge]. Und noch mehr, auch der Todesengel liebt ihn, denn es heißt: <i>a͑lamoth lieben dich</i>, und man lese, <i>a͑lmaveth</i> [Todesbeamter]. Und noch mehr, er erbt auch beide Welten, diese Welt und die zukünftige Welt, denn es heißt: <i>a͑lamoth</i>, und man lese: <i>o͑lamoth</i> [die Welten].
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> ואלו דברים של עובדי כוכבים אסורין ואין איסורן איסור הנאה חלב שחלבו עובד כוכבים ואין ישראל רואהו והפת והשמן שלהן רבי ובית דינו התירו השמן
9 <b>F</b><small>OLGENDE</small> D<small>INGE DER</small> N<small>ICHTJUDEN SIND VERBOTEN, JEDOCH ERSTRECKT SICH DAS</small> V<small>ERBOT NICHT AUF DIE</small> N<small>UTZNIESSUNG:</small> M<small>ILCH</small>, <small>DIE EIN</small> N<small>ICHTJUDE OHNE VON EINEM</small> J<small>ISRAÉLITEN BEOBACHTET WORDEN ZU SEIN GEMOLKEN HAT</small>, B<small>ROT UND</small> Ö<small>L;</small> R<small>ABBI UND SEIN</small> G<small>ERICHTSKOLLEGIUM ERLAUBTEN DAS</small> Ö<small>L.</small>
י והשלקות וכבשין שדרכן לתת לתוכן יין וחומץ וטרית טרופה וציר שאין בה דגה כלבית שוטטת בו והחילק וקורט של חלתית ומלח שלקונדית הרי אלו אסורין ואין איסורן איסור הנאה:
10 F<small>ERNER</small> G<small>EKOCHTES UND</small> E<small>INGELEGTES, WORIN MAN</small> W<small>EIN ODER</small> E<small>SSIG HINEINZUTUN PFLEGT, ZERHACKTE</small> Ṭ<small>ERITH</small>, F<small>ISCHLAKE, WORIN KEINE</small> F<small>ISCHCHEN SIND, KEINE HERUMSCHWIMMENDE</small> K<small>ILBITH</small>, F<small>ISCHSALAT</small>, S<small>CHNITTE</small> A<small>SANT UND GEWÜRZTES</small>S<small>ALZ.</small> A<small>LL DIESE</small> D<small>INGE SIND VERBOTEN, JEDOCH ERSTRECKT SICH DAS</small> V<small>ERBOT NICHT AUF DIE</small> N<small>UTZNIESSUNG.</small>
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> חלב למאי ניחוש לה אי משום איחלופי טהור חיור טמא ירוק ואי משום איערובי ניקום דאמר מר חלב טהור עומד חלב טמא אינו עומד
11 GEMARA. Was ist denn bei der Milch zu befürchten, wenn etwa das Vertauschen, so ist ja die reine weiß und die unreine gelb, und wenn etwa die Beimischung, so kann man sie ja gerinnen lassen, denn der Meister sagte, reine Milch gerinne, unreine gerinne nicht!? —
יב אי דקא בעי לגבינה ה"נ הכא במאי עסקינן דקא בעי ליה לכמכא
12 Allerdings wenn man sie zur Bereitung von Käse braucht, hier aber handelt es sich um den Fall, wenn man sie als Zukost braucht. —
יג ונשקול מיניה קלי וניקום כיון דבטהור נמי איכא נסיובי דלא קיימי ליכא למיקם עלה דמילתא
13 Man kann ja etwas davon nehmen und gerinnen lassen!? — Da es bei der reinen ebenfalls Bestandteile gibt, die nicht gerinnen, so kann man sich darauf nicht verlassen.
יד ואב"א אפי' תימא דקבעי לה לגבינה איכא דקאי ביני אטפי:
14 Wenn du aber willst, sage ich: du kannst auch sagen, wenn man sie zur Bereitung von Käse braucht, denn ein Teil [der Molke] bleibt in den Löchern zurück.
טו והפת: א"ר כהנא א"ר יוחנן פת לא הותרה בב"ד מכלל דאיכא מאן דשרי
15 B<small>ROT.</small> R. Kahana sagte im Namen R. Joḥanans: Das Brot ist von keinem Gerichtskollegium erlaubt worden. — Demnach gibt es jemand, der es erlaubt hat? —
טז אין דכי אתא רב דימי אמר פעם אחת יצא רבי לשדה והביא עובד כוכבים לפניו פת פורני מאפה סאה אמר רבי כמה נאה פת זו מה ראו חכמים לאוסרה מה ראו חכמים משום חתנות
16 Allerdings; als R. Dimi kam, erzählte er: Einst ging Rabbi aufs Feld hinaus, und als ein Nichtjude ihm ein Backofen-Brot von der Größe einer Sea brachte, sprach er: Wie schön ist dieses Brot; was veranlaßte die Weisen, es zu verbieten!? — ‘Was veranlaßte die Weisen, es zu verbieten’, wegen der Verschwägerung!? —
יז אלא מה ראו חכמים לאוסרה בשדה כסבורין העם התיר רבי הפת ולא היא רבי לא התיר את הפת
17 Vielmehr, was veranlaßte die Weisen, es auf dem Felde zu verbieten!? Das Volk glaubte dann, Rabbi habe das Brot erlaubt, dem ist aber nicht so, Rabbi hat das Brot nicht erlaubt.
יח רב יוסף ואיתימא רב שמואל בר יהודה אמר לא כך היה מעשה אלא אמרו פעם אחת הלך רבי למקום אחד וראה פת דחוק לתלמידים אמר רבי אין כאן פלטר כסבורין העם לומר פלטר עובד כוכבים והוא לא אמר אלא פלטר ישראל
18 R. Joseph, nach anderen R. Šemuél b. Jehuda, sagte: Nicht so hat sich dies zugetragen, sondern wie folgt: Einst kam Rabbi in eine Ortschaft, und als er merkte, daß das Brot für die Schüler nicht ausreiche, fragte er, ob da vielleicht ein Brothändler anwesend sei. Das Volk glaubte dann, er habe einen nichtjüdischen Brothändler gemeint, dem ist aber nicht so, er meinte einen jisraélitischen Brothändler.
יט א"ר חלבו אפילו למ"ד פלטר עובד כוכבים לא אמרן אלא דליכא פלטר ישראל אבל במקום דאיכא פלטר ישראל לא ורבי יוחנן אמר אפי' למ"ד פלטר עובד כוכבים ה"מ בשדה אבל בעיר לא משום חתנות
19 R. Ḥelbo sagte: Selbst nach demjenigen, der Brot eines nichtjüdischen Händlers sagt, gilt dies nur von dem Falle, wenn kein jisraélitischer Brothändler anwesend ist, nicht aber, wenn ein jisraélitischer Brothändler anwesend ist. R. Joḥanan sagte: Selbst nach demjenigen, der Brot eines nichtjüdischen Händlers sagt, gilt dies nur auf dem Felde, nicht aber in der Stadt, wegen der Verschwägerung.
כ איבו הוה מנכית ואכיל פת אבי מצרי אמר להו רבא ואיתימא רב נחמן בר יצחק לא תשתעו בהדיה דאיבו דקאכיל לחמא דארמאי:
20 Ajbu biß von solchem ab und aß es an der Grenze; da sprach Raba, nach anderen R. Naḥman b. Jiçḥaq: Redet nicht mit Ajbu, denn er ißt Brot von Aramäern.
כא והשמן שלהן: שמן רב אמר דניאל גזר עליו ושמואל אמר
21 Ö<small>L.</small> Das Öl wurde, wie Rabh sagt, von Daniél verboten; Šemuél aber sagt,